Völlige Harmonie zwischen Pferd und Reiter ist nicht immer selbstverständlich. Da sowohl das Tier als auch der Mensch keine Maschine ist, sind Blockaden und Probleme auf beiden Seiten naturgegeben und keine Seltenheit.
Wenn es Probleme in einer Reiter-Pferd-Paarung gibt, reicht es manchmal nicht aus nur das Pferd auf Blockaden hin zu untersuchen und diese zu lösen. Nicht selten machen sich Pferd und Reiter gegenseitig „schief“. Wird diese Tatsache nicht rechtzeitig erkannt, resultiert nicht selten eine negative Kettenreaktion. Lektionen wollen plötzlich nicht (mehr) gelingen, die Kooperationsbereitschaft des Pferde lässt nach und alle Versuche die Probleme zu lösen schlagen fehl oder verschlimmern gar die Situation. Oft wird der Ursprung des Problems beim Pferd gesucht und die Möglichkeit, dass es am Reiter bzw. an körperlichen Blockaden des Reiters liegen könnte wird nicht in Betracht gezogen oder gleich wieder verworfen. In solchen Fällen sollte bei beiden Beteiligten angesetzt werden, um den Problemen auf den Grund zu gehen, also sowohl beim Pferd als auch beim Reiter!

Die Omnipathie® gibt Ihnen die Möglichkeit Ursprünge von Harmonieproblemen zwischen Ihnen und Ihrem Pferd aufzudecken. Wird das cranio-sacrale System von Reiter UND Pferd gleichermaßen ausgeglichen, bekommen beide die Möglichkeit ihren Körper besser wahrzunehmen und sich so gegenseitig besser zu spüren. Das Erfühlen von Blockaden und das Verständnis dafür wieso manche Dinge einfach gar nicht klappen können, kann der Beziehung zwischen Pferd und Reiter nur gut tun.

Als Tierliebhaber tendiert man gerne dazu seinem Pferd etwas Gutes zu tun. Dabei vergisst man gerne auf den eigenen Körper. Da dieser, wo er sich doch auf den Pferderücken bewegt, nicht immer nur positiv auf das Pferd wirkt, tun wir indirekt auch dem Pferd etwas Gutes, wenn wir uns die eine oder andere Omnipathie®-Sitzung gönnen. Vor allem angebracht ist die cranio-sacrale Arbeit beim Reiter dann, wenn das Pferd nach mehreren Sitzungen immer noch die gleichen Probleme zeigt bzw. die Probleme immer wieder kommen (natürlich MUSS im Vorhinein IMMER schulmedizinisch abgeklärt werden) . In einem solchen Fall können neben Haltungs-, Sattel-, Trainings- und sonstigen Problemen auch Blockaden des Reiters der Ursprung von immer wiederkehrenden Problemen des Pferdes sein.
OMNIPATHIE® FÜR PFERDE
Pferde genießen die omnipathischen Behandlungen meistens ganz besonders.
Als ausgesprochen gute Freunde des Menschen müssen unsere Pferde tagtäglich so einiges leisten, auch Dinge, die nicht immer in ihrer Natur liegen. Beim Reiten tragen sie uns als „unnatürliche Last“ auf ihrem Rücken, beim Fahren ziehen sie uns, „wohnen“ müssen sie als Herdentiere oft in abgetrennten Boxen und und und. Alles Tatsachen, die das Entstehen von Blockaden beim Pferd durchaus begünstigen
Hier kann die Omnipathie® Hilfestellung leisten:
- Taktunreinheiten und Störungen des Bewegungsapparates (ständiges Umspringen im Galopp, Taktfehler im Trab, ungleichmäßig lange Tritte, Schwierigkeiten in der Biegung und Stellung, usw.)
- einkehrender Leistungsabfall, Auffälligkeiten im Erscheinungsbild (Körperhaltungsprobleme, durch Schonhaltung verspannte Muskulatur, plötzliches Abnehmen, usw.)
- Sattel- bzw. Gurtenzwang (ACHTUNG Sattel muss kontrolliert werden!)
- Unrittigkeit (ACHTUNG „Unrittigkeit ist selten Unwille!“ Stodulka) – Entziehen der Reiterhand, Wegdrücken des Rückens, Hochreißen des Kopfes, etc.
- auffälliges Schwitzbild
- nach Unfällen und traumatischen Erlebnissen
- wenn der Sattel bzw. die Ausrüstung nicht passt/gepasst hat
- Wenn das Training des Pferdes bisher nicht immer „dem Pferd zuliebe“ erfolgt ist
- vor, während und nach der Trächtigkeit
- Fohlen, um ihnen den Start ins Leben zu erleichtern
- Berührungsempfindlichkeiten (in bestimmten Körperregionen, Pferd mag es nicht geputzt zu werden)
- Verhaltensauffälligkeiten und Ängste
- wenn die Bearbeitung der Hufe bisher nicht immer korrekt erfolgt ist
- haltungsbedingte Probleme
- nach Operationen
- Fruchtbarkeitsstörungen und hormonelle Problemen
- nach und begleitend zu schulmedizinischen und alternativen Behandlungen
- …und als WELLNESSSITZUNG, zur Steigerung des Wohlbefindens sowie zur allgemeinen Entspannung
DIE OMNIPATHISCHE BEHANDLUNG DES PFERDES
Eines der wesentlichen Ziele der Omnipathie® ist die Entspannung auf allen Ebenen. Aus diesem Grund behandle ich Pferde am liebsten an einem ihnen vertrauten Platz. Das Pferd sollte dabei nicht angehängt sein, damit alle Reaktionen erkennbar sind und das Pferd die Möglichkeit hat sich frei zu bewegen. Schön ist es natürlich auch, wenn sich die Möglichkeit bietet in ruhiger und stressfreier Umgebung zu arbeiten.
Die omnipatische Sitzung beginne ich immer am Hals des Pferdes. Meist fasst des Pferd bereits nach einigen Minuten soviel Vertrauen, dass ich problemlos am Kopf des Tieres arbeiten kann. Danach setzte ich die Arbeit je nach den spezifischen Probleme des Pferdes individuell unterschiedlich fort.
Reaktionen von Pferden während (aber auch nach) einer omnipathischen Sitzung sind zufriedenes Kauen und Lecken, Gähnen, Schnauben, Husten, tiefes Durchatmen, Strecken, unterschiedliche Bewegungen (wichtig ist es, dass Aktivität und Bewegung im Zuge einer Sitzung nicht bestraft oder unterbrochen werden!!), punktuelles Schwitzen, Absetzten von Kot oder Urin, etc.
Da die Omnipathie® die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert, finden nach einer Sitzung Veränderungsprozesse im Körper statt. Dafür benötigt er Energie, weshalb Pferde nach einer omnipathischen Sitzung nicht gearbeitet werden sollen. Da der Körper direkt danach sehr empfindsam reagieren kann, empfehle ich das Pferd in der darauf folgenden Woche weder zu reiten, noch vom Boden zu arbeiten (auch nicht longieren!) oder zu fahren. Wichtig ist dabei aber dem Pferd soviel natürliche Bewegungsmöglichkeit wie möglich zu bieten und das Kraftfutter etwas zu reduzieren. Auch wildes Herumbuckeln aufgrund von zu intensiver Fütterung und zu wenig Bewegungsmöglichkeit (vor allem im kalten Zustand, frisch aus der Box) kann schnell zu erneuten Blockaden führen. Hat das Pferd nicht die Möglichkeit sich nach der omnipathischen Behandlung für einige Tage auf der Koppel zu entspannen empfehle ich ausgedehnte Spaziergänge an der Hand. Eine tolle Möglichkeit, wie Mensch und Pferd ausgezeichnet entspannen können. Achtung bei Pferden, die solche Spaziergänge nicht gewöhnt sind, auch das Führen muss geübt werden!
Im Anschluss an jede Sitzungen wird ein Protokoll verfasst und mit dem Pferdebesitzer besprochen. Es handelt sich dabei um eine Bestandserhebung, die KEINESFALLS eine schulmedizinische Diagnose ersetzt. Auffälligkeiten und energetische Problembereiche werden erfasst und im Protokoll festgehalten. Damit bekommt der Pferdebesitzer die Möglichkeit etwaige Probleme seines vierbeinigen Freundes zu erkennen und die sich daraus ergebende Folgen besser zu verstehen und einzuschätzen.

Erfolge und Verschlechterungen können so von Sitzung zu Sitzung dokumentiert werden und verschaffen einen guten Überblick über die Entwicklung des Pferdes.
Die Anzahl der notwenigen Sitzungen variiert von Pferd zu Pferd. Grundsätzlich trägt die erste omnipathische Behandlung meist bereits deutlich zum Wohlbefinden ihres Pferdes bei.
OMNIPATHIE® FÜR REITERDie wesentliche Verbindung zwischen Pferd und Reiter sind der Pferderücken und das Reiterbecken. Die Interaktion dieser beiden Körperregionen sollte im Optimalfall reibungslos funktionieren. Natürlich ist nicht jeder Reiter mit einem einwandfreien und geraden Bewegungsapparat ausgestatten, wodurch leider immer wieder Schwierigkeiten zwischen Pferd und Reiter entstehen können. Harmonisches Reiten erfordert nicht nur einen gesunden Bewegungsapparat des Pferdes, auch der Körper des Reiters sollte gesund und gerade sein, um dem Pferd keine Schwierigkeiten zu bereiten.
„Beim Reiten sollte das Becken frei beweglich sein, und da das Becken eine funktionelle Einheit mit Hüfte und Lendenwirbelsäule darstellt, ist die Beweglichkeit in Hüfte und Lendenwirbelsäule die Grundlage für ein weiches Sitzen und Mitgehen des Beckens in der Bewegung des Pferderückens. … Kein Gelenk darf steif oder fest sein, wenn man von einem geschmeidigen Sitz redet.“
(Susanne von Dietze, Balance in der Bewegung)
Typische Probleme des Reiters, bei denen die Omnipathie® positiv unterstützen kann:
Beckenprobleme und -schiefstand:
Unter Anderem lassen sich Beckenprobleme beim Reiter daran erkennen, dass sich der Sattel, über die Zeit zu verändern beginnt. Durch eine andauernd asymmetrische Einwirkung des Reiterbeckens verändert sich das formbare Leder deutlich, was am besten erkennbar ist, wenn man den Sattel aufstellt und von oben durch den Dornfortsatzkanal blickt.
Ein weiteres Indiz für Probleme des Beckens sind Probleme beim Reiten von gebogenen Linien und Seitengängen. Der Reiter hat das Gefühl, dass sein Körper der Biegung des Pferdes nicht folgen kann. Oft hört man „Das Pferd setzt mich auf einer Seite hinaus“, hier muss geklärt werden, ob es wirklich das Pferd ist, ober ob das Problem nicht auch beim Reiter liegt. Ist es dem Reiter nicht möglich der Bewegung auf der gebogenen Linie zu folgen knickt er in der Taille ein und gibt dem Pferd eine gänzlich andere Hilfe. Durch solche Missverständnisse sind Verspannungen auf beiden Seiten hausgemacht und keine Seltenheit.
Angst und Unsicherheit:
Viele Menschen sind fasziniert vom Reiten, müssen aber trotzdem zugeben, dass sie oft ihre Angst und Unsicherheit nicht ganz unter Kontrolle haben. Ein unsicherer Reiter kann auch beim Pferd Ängstlichkeit auslösen. Die Omnipathie® kann Ihnen helfen die Ursprüngen solcher Ängste (Unfälle, Traumata, etc.) aufzuspüren. Durch gezielte energetische Behandlungen können Blockaden gelöst werden und damit die Harmonie und das Gefühl von Sicherheit wieder erlangt werden. Hier empfiehlt es sich zusätzlich, sich mit dem Thema Yoga und Reiten auseinander zu setzten. Durch bestimmte Atem- und Entspannungstechniken können Sie bereits vor dem Ritt oder auch in problematischen Situationen lernen „cool“ zu bleiben.
Wirbelsäulenprobleme:
Durch Probleme mit der Wirbelsäule nehmen auch wir Menschen Schonhaltungen ein. Damit verändert sich auch der Sitz auf dem Pferd. Schonhaltungen bewegen uns immer von der Körpermitte weg, wodurch sich der Schwerpunkt und damit auch das Körpergefühl verändern. Für das Pferd sind diese Blockaden sehr deutlich zu spüren (wenn wir reiten, kann uns das Pferd nur spüren, sehen kann es uns ja nicht!). Für einen ausgeglichenen Balancesitz ist es wichtig seine Probleme zu erkennen und aktiv daran zu arbeiten. Der Reiter muss fähig sein durch den ganzen Körper zu Schwingen und die Bewegungen des Pferdes, das im Idealfall ebenso durch den ganzen Körper schwingt in jeder Situation zu begleiten. Nur so sind die gemeinsamen Bewegungen harmonisch und ausbalanciert und sowohl der eigene als auch der Pferderücken langfristig geschont und gesund erhalten.
Probleme im Schultergürtel:
Eine verspannte und festgehaltene Schulterpartie wirkt direkt auf die Reiterhand. Ist die Reiterhand steif und unflexibel leidet in erster Linie das Pferdemaul, das Genick und in der Folge der gesamte Bewegungsapparat des Tieres. Jeder Reiter hat eine starke und eine schwache Hand (wir sind ja alle entweder Links- oder Rechtshänder). Darüber muss man sich im Klaren sein und seine Kräfte ganz bewusst einsetzten. Blockaden beim Reiter sind nicht selten der Grund für eine Einseitigkeit. Ein weiterer wesentlicher Punkt bei dem die Omnipathie® Aufschluss geben kann.
Der Kopf:
Viele Reiter haben Probleme auf dem Pferd gerade aus zu schauen. Man kennt das Bild vom nach untern oder seitlich nach untern schauenden Reiter. Solche Fehler entstehen aufgrund einer über die Jahre angewohnten „Unart“ oder auch aufgrund von körperlichen Schwierigkeiten des Reiters. Wird der Kopf aber nicht gerade über den Körper getragen sitzt der Reiter nicht mittig in seinem Schwerpunkt und das Pferd verspürt einseitig mehr Gewicht und muss dieses ausgleichen. Auf Dauer kann diese Ausgleichsbewegung das Pferd einseitig verspannen.
Grundsätzlich weiß man: Das Pferd geht immer dorthin wohin der Reiter blickt!
Abb.1: Das Foto zeigt eine mögliche Reaktion des Pferdes auf den steifen Rücken der Reiterin.
Die Reiterin macht (möglicherweise auch durch ihr Bemühen gerade zu sitzen) ein starkes Hohlkreuz. Damit ist es ihr nicht möglich den Bewegungen des Pferderückens losgelassen zu folgen, sie hält die Schultern fest, klemmt am Oberschenkel und kann ihrer Absätze nicht abfedernd einsetzten. Als Reaktion auf das Problem der Reiterin zeigt auch das Pferd ein massives „Hohlkreuz“, d.h. es kann den Rücken nicht aufwölben. Das Nacken-Rückenband kann nicht spannen und die Bauchmuskulatur ist nicht aktiv. Eine Haltung in der das Pferd aufgrund der körperlichen Probleme seiner Reiterin ebenfalls Probleme entwickeln wird. In einem solchen Fall müssen als erstes die Blockaden von Reiterin und Pferd gelöst werden und dann ein guter Trainingsplan für beide ausgearbeitet werden. Die Begleitung durch einen kompetenten Reitlehrer, der auf die spezifischen Probleme Rücksicht nimmt ist in einem solchen Fall unverzichtbar.
Eine omnipathische Behandlung kann also bei Problemen des Reiters positive Veränderungen herbeiführen. Wichtig ist es aber, nicht zu vergessen, dass regelmäßige Kontrolle der Reiter-Pferde-Paarung durch einen kompetenten Reitlehrer für jeden Reiter sehr wichtig ist. Aufbauend auf die energetische Behandlung des Reiters sollte dieser langfristig versuchen seinen Körper in Balance zu halten. Tägliches und diszipliniertes Training bringt Sie wieder in Ihrer Körpermittel zurück und hält auch ihr Pferd gesund.
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- BALANCE IN DER BEWEGUNG Susanne von Dietze FN Buch Verlag
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